Beispiel
Service-Hub-Seite
Seitenüberschrift "Unsere Services im Überblick". Darunter "Beratung", "Produkte", "Support". Unter "Produkte" stehen "Starter", "Professional", "Enterprise" eine Stufe tiefer — saubere Hierarchie.
Wissensbasis
Aufgaben-orientierte Wissensbasis für Content-Menschen, die im TYPO3 pflegen. Agentur-typische Beispiele (Landingpage, Service-Hub, Kampagne), kein Code.
Die Stufe sagt dem Browser "neues Kapitel" — nicht die Schriftgröße.
Problem: Wenn die falsche Überschriften-Stufe gewählt wird, springen blinde Nutzer über Abschnitte hinweg oder verpassen sie komplett.
Vorlese-Programme melden mehrere Hauptthemen auf einer Seite — der Nutzer hält es für eine andere Seite und verliert die Orientierung.
Einzelne H1
Pro Seite gibt es genau eine Überschrift hoechster Stufe — die Seitenüberschrift ist bereits vom System gesetzt.
Stufen abwärts
Darunter stufenweise abwärts arbeiten — nie eine Stufe überspringen.
Aussehen trennen
Wenn eine Überschrift zu gross aussieht: nicht die Stufe wechseln, sondern im TYPO3-Backend die "Aussehen"-Variante ändern.
Designer fragen
Im Zweifel den Designer fragen: "Welches Aussehen ist hier gemeint?" — Stufe und Aussehen sind getrennte Entscheidungen.
Beispiel
Service-Hub-Seite
Seitenüberschrift "Unsere Services im Überblick". Darunter "Beratung", "Produkte", "Support". Unter "Produkte" stehen "Starter", "Professional", "Enterprise" eine Stufe tiefer — saubere Hierarchie.
Gegenbeispiel
Falsche Stufe aus Optik
"Enterprise" als hoechste Stufe gesetzt, weil die Variante optisch passte. Das Vorlese-Programm meldet jetzt zwei Hauptthemen statt eines.
Wann NICHT
Weiter: Überschriften-Trainer
Vorlese-Programme listen alle Links isoliert auf — "hier klicken" fünf Mal macht eine Seite unbrauchbar.
Problem: Wenn Link-Texte das Ziel nicht beschreiben, verliert jeder Nutzer den Kontext, sobald er Links isoliert liest oder navigiert.
Für blinde Nutzer wird die Seite unbrauchbar; das ist ein BFSG-Verstoß und ein handfestes Risiko bei Audits.
Ziel benennen
Der Linktext beschreibt das Ziel, nicht die Aktion: "Service-Anmeldung starten" statt "hier klicken".
Verben prüfen
Verben nur verwenden, wenn sie zum Ziel gehören: "Kontakt aufnehmen" passt, "Mehr erfahren" nicht.
Downloads kennzeichnen
Bei Datei-Downloads Format und Größe nennen: "Produktbroschüre als PDF, 320 KB".
Duplikate prüfen
Linktexte einer Seite dürfen sich nicht wiederholen, wenn sie zu unterschiedlichen Zielen führen.
Beispiel
Kampagnen-Landingpage
Statt "Mehr Informationen finden Sie [hier]" steht "Lies das [Whitepaper Digitale Transformation als PDF, 4,2 MB]." Klar, was kommt und in welchem Format.
Gegenbeispiel
Unsichtbarer Link
"Um die Produkt-Anmeldung abzuschliessen, klicken Sie [hier]." Das Vorlese-Programm sagt nur "Link: hier".
Wann NICHT
Wer Schriftgrößen, Farben und Zeilenumbrueche manuell setzt, baut eine Seite, die beim nächsten Brand-Update auseinanderfliegt.
Problem: Der Rich-Text-Editor laesst zu viel zu — Schriftgrößen, Farben, fette Absätze.
Manuelle Stile überlagern das Designsystem und werden beim nächsten Brand-Update nicht automatisch aktualisiert — Folge: händlicher Räumungsaufwand für den Designer.
Keine manuellen Stile
Keine Schriftgrößen, Farben oder Schriftarten manuell setzen — das macht der Designer über das Design-System.
Bilder separat
Keine Inline-Bilder aus Word kopieren — Bilder werden über das Datei-Modul hochgeladen.
Keine Hartumbrüche
Keine harten Zeilenumbrueche nutzen, um Layout zu erzwingen — Mobilgeräte brechen das sofort kaputt.
Tabellen sparsam
Tabellen nur dort, wo wirklich Daten sind, nicht für Layout-Zwecke.
Reinen Text einfügen
Im Zweifel Inhalt als reinen Text einfügen, dann mit den System-Stilen strukturieren.
Beispiel
Produkt-Detail-Seite
Text als reinen Absatz gepflegt, Aufzählungen als Liste, Bilder über das Datei-Modul. Beim nächsten Brand-Update zieht die Seite automatisch mit.
Gegenbeispiel
Manuell überschrieben
Überschriften manuell auf 24px und Rot gesetzt. Beim Brand-Update bleibt diese Seite in der alten Optik — der Designer muss alles haendisch aufräumen.
Wann NICHT
Weiter: TYPO3-Pflege
Ohne Alt-Text liest das Vorlese-Programm den Dateinamen vor — "Bild_004" hilft niemandem.
Problem: Der Alt-Text ist die Beschreibung für Menschen, die das Bild nicht sehen können — weil sie blind sind oder das Bild nicht laedt.
Fehlende Alt-Texte sind ein BFSG-Verstoß und blockieren das Verständnis der Seite für einen Teil der Nutzer.
Inhalt fragen
Frag dich: Was sieht ein Sehender, was ein Blinder ohne Alt-Text verpassen würde?
Inhalt beschreiben
Beschreibe den Inhalt, nicht das Bild: "Frau steigt in einen E-Bus ein", nicht "Foto eines Busses".
Dekorativ leerlassen
Bei rein dekorativen Bildern: Alt-Text leer lassen — das Bild wird dann übersprungen.
Text-Bilder woertlich
Bei Bildern, die nur Text enthalten (Plakat, Infografik): den Text woertlich übernehmen.
Kurz halten
Maximal 1-2 Sätze. Kein Roman.
Beispiel
Kampagnen-Landingpage
"Zwei Personen besprechen ein Dashboard auf einem Laptop." — das transportiert den Inhalt des Angebots und hilft der Suchmaschine.
Gegenbeispiel
Dateiname als Alt-Text
"Bild_004.jpg" oder "Foto" oder "Hier ein schönes Foto". Das hilft niemandem — auch der Suchmaschine nicht.
Wann NICHT
Sortiere zuerst: Welche Bilder transportieren Inhalt, welche sind dekorativ? Die Inhalts-Bilder bekommen einen sorgfältigen Alt-Text. Die dekorativen ein leeres Alt. Vergib Bildern beim Hochladen schon sprechende Dateinamen — das spart später Zeit.
Hellgrau auf Weiß sieht schick aus — bei Sonneneinstrahlung auf dem Smartphone liest es niemand.
Problem: Ein Kontrast, der zu schwach ist, ist für ältere Augen, Menschen mit Sehschwäche und alle unter direkter Sonneneinstrahlung faktisch unsichtbar.
Der wichtige Hinweis bleibt für einen Teil der Nutzer unsichtbar — und verfehlt so sein Ziel.
Selbst-Test
Wenn dir ein Block schwer lesbar erscheint: einmal selbst auf dem Smartphone draussen testen.
Ticket aufmachen
Wenn der Eindruck bleibt: Ticket per Awork an Renana mit Screenshot und Anmerkung "Kontrast bitte prüfen".
Stärkere Variante
Im Zweifel die stärkere Variante wählen, die der Designer ohnehin als Alternative vorgesehen hat.
Nicht selbst anpassen
Niemals selbst die Farbe im TYPO3 überschreiben — das macht der Designer im Stilvorrat.
Beispiel
Service-Übersicht
Hinweistexte in hellem Grau auf weissem Grund sind draussen kaum lesbar. Ticket auf, der Designer wählt einen Kontrast, der den Standard erfüllt.
Gegenbeispiel
Hinnehmen
Du nimmst es hin ("der Designer wird schon recht haben") — der wichtige Hinweis bleibt für einen Teil der Besucher unsichtbar.
Wann NICHT
Lange Sätze und endlose Absätze führen dazu, dass der Leser nach drei Sekunden weiterzieht.
Problem: Am Bildschirm wird nicht gelesen, sondern gescannt.
Wer die wichtigste Information hinten versteckt, verliert den Großteil der Leser, bevor sie ankommen.
Sätze kuerzen
Sätze kurz halten. Eine Idee pro Satz.
Absätze umbrechen
Absatz nach 3-4 Zeilen umbrechen.
Listen nutzen
Aufzählungen als Liste setzen, nicht als Satz mit Kommas.
Wichtiges vorn
Wichtigste Information immer nach vorn — kein "erst die Vorgeschichte, dann die Pointe".
Komposita prüfen
Lange deutsche Komposita prüfen: bricht das Wort sauber um? Sonst Designer oder Frontend Bescheid geben.
Beispiel
Produkt-Vergleich
Erster Satz nennt direkt das Ergebnis ("Drei Tarife, ein klares Ziel: der richtige Plan für jedes Team."). Danach drei Listenpunkte. Kein Vorgeplaenkel.
Gegenbeispiel
Behördenstil
"Im Rahmen der kontinuierlichen Bemühungen unserer Kommune ..." — nach diesem Satz wissen die meisten noch immer nicht, wo eine Säule steht.
Wann NICHT
Weiter: Layout & Lesbarkeit · Schreib-Lab
Faustregel: Wenn du den Satz beim lauten Vorlesen einmal Luft holen musst, ist er zu lang. Splitten.
Der falsche Block macht Inhalt unhandlich oder mobil unlesbar.
Problem: Im TYPO3 stehen viele Blöcke zur Auswahl: Karten, Akkordeon, Tabelle, Teaser, Galerie.
Wer den falschen Block wählt, erzwingt später entweder ein Ticket oder eine schlechte Nutzererfahrung auf Mobilgeräten.
Vergleichbar → Card
Mehrere gleichartige Einträge, die man vergleichen will: Card-Grid.
Vertiefbar → Akkordeon
Lange Texte, die optional vertieft werden: Akkordeon.
Daten → Tabelle
Echte Daten mit klaren Spalten und Zeilen: Datentabelle.
Handlung → CTA
Ein wichtiger Aufruf zur Handlung: Teaser-Block oder CTA-Block.
Zweifel → Baum
Im Zweifel den Entscheidungsbaum nutzen.
Beispiel
Service-Übersicht
12 Leistungen als Card-Grid mit Filter (Bereich, Laufzeit). Daneben drei FAQ als Akkordeon ("Wie buche ich?", "Was kostet es?", "Wen kontaktiere ich?").
Gegenbeispiel
30 Standorte als Tabelle
Tabelle mit 8 Spalten. Auf dem Smartphone wird das eine endlose Scroll-Wuerge.
Wann NICHT
Weiter: Block-Entscheidungsbaum · Werkstatt
Mehr als die Hälfte der Besucher ruft Seiten vom Smartphone ab.
Problem: Wenn etwas auf dem Smartphone bricht, ist die Seite faktisch nicht erreichbar — auch wenn sie am Desktop perfekt aussieht.
Eine nicht mobile-taugliche Seite schließt die Mehrheit der Besucher aus und beschädigt das Vertrauen in den digitalen Kanal.
Echtes Gerät
Vor Veröffentlichung die Seite einmal auf einem echten Smartphone öffnen — nicht nur Desktop verkleinern.
Überschrift ok?
Ist die Hauptüberschrift sichtbar, ohne dass du seitlich scrollen musst?
Daumen-Test
Funktionieren Knöpfe und Links auch mit dem Daumen?
Tabellen/Bilder
Sind Tabellen oder Bilder lesbar — oder muss man zoomen?
Ticket bei Problem
Bei Problemen: Screenshot, Ticket per Awork an Renana.
Beispiel
Kampagnen-Landingpage
Preistabelle ist quer scrollbar, "Jetzt starten"-Knopf ist gross genug für den Daumen, Hero-Bild laedt schnell. Freigabe.
Gegenbeispiel
Nur Desktop abgenommen
Die Seite wird nur am 27-Zoll-Monitor abgenommen. Mobil sind die Knöpfe so klein, dass jeder Klick daneben geht.
Wann NICHT
Weiter: Mobile Studio
Vorlese-Programme lesen Zellen einzeln vor — ohne Kopfzeile weiß niemand, zu welcher Spalte sie gehören.
Problem: Eine Tabelle mit Zahlen ist für Sehende meist intuitiv, aber Vorlese-Programme lesen Zellen Stück für Stück vor.
Ohne Kopfzeile wird die Tabelle für blinde Nutzer komplett unverständlich.
Kopfzeile anhaken
Bei jeder Tabelle im TYPO3 die Option "Kopfzeile" und ggf. "erste Spalte als Kopf" anhaken.
Nur für Daten
Tabellen nur für echte Daten nutzen, nicht für Layout.
Beschriftung oben
Kurze Beschriftung über der Tabelle ("Tarife 2026 im Vergleich"), damit klar ist, was sie zeigt.
Spalten begrenzen
Spalten und Zeilen so wenig wie möglich. Mehr als 6 Spalten brechen mobil.
Beispiel
Tarife 2026 im Vergleich
Spalten "Plan", "Preis pro Monat", "Laufzeit". Erste Zeile als Kopfzeile angehakt. Das Vorlese-Programm sagt: "Spalte Plan: Professional. Spalte Preis: 49 Euro."
Gegenbeispiel
Tabelle ohne Kopfzeile
Das Vorlese-Programm sagt nur "Professional. 49. 12 Monate." Niemand weiß mehr, was wozu gehört.
Wann NICHT
Text aus Word direkt eingefügt ergibt eine Textwand. Mobil wird daraus eine Tapete.
Problem: Wenn du Text direkt aus einer Vorlage ins TYPO3 kippst, entsteht meist eine lange Wand aus Fließtext.
Der Leser findet die wichtige Information nicht — mobil scrollt er weg, bevor er ankommt.
Ziel klären
Beantworte zuerst: Was soll der Leser am Ende tun? (Kontakt aufnehmen, Produkt bestellen, Onboarding starten.)
Blöcke definieren
Gliedere die Seite in maximal 5 Blöcke: Einstieg, Voraussetzungen, Schritte, FAQ, Handlungsaufruf.
Überschriften setzen
Gib jedem Block eine eigene Überschrift, bevor du Text einfügst.
Text einpflegen
Fuege den Text erst danach in den richtigen TYPO3-Block ein.
Beispiel
Produkt-Anmeldung
Kurzer Einstieg, Aufzählung der Voraussetzungen, drei nummerierte Schritte zum Onboarding, am Ende Handlungsaufruf "Jetzt starten". Kein Leser verliert sich.
Gegenbeispiel
AGB als Textwand
Alle rechtlichen Fussnoten oben, die eigentliche Frage "Wie melde ich mich an?" versteckt im fuenften Absatz. Mobile Leser scrollen weg.
Wann NICHT
Weiter: Block-Entscheidungsbaum · Werkstatt
Der Aufbau "Einstieg → Voraussetzungen → Schritte → Handlung" entspricht dem klassischen Lese-Pfad. Wer scannt, springt direkt zu den Schritten. Wer alles liest, bekommt die Reihenfolge so, dass keine Frage offen bleibt.
Suchmaschinen lesen nicht den ganzen Text, sondern stützen sich auf bestimmte Felder.
Problem: Wenn du Seitentitel und Beschreibung leer laesst, entscheidet die Suchmaschine selbst — und das Ergebnis ist meist suboptimal.
Niemand klickt auf "... wie in Paragraph 4 Absatz 2 ..." — die Seite bleibt im Treffer unsichtbar.
Seitentitel
Im TYPO3 das Feld "Seitentitel" pflegen — das erscheint im Such-Treffer als Überschrift.
Beschreibung
Das Feld "Beschreibung" pflegen — das ist der Vorschau-Text im Such-Treffer (1-2 Sätze).
Erster Satz
Den ersten Satz der Seite so formulieren, dass er das Thema klar nennt.
Bilddateinamen
Beim Hochladen von Bildern den Dateinamen aussagekräftig wählen ("feature-showcase-dashboard-2026.jpg" statt "IMG_2034.jpg").
Beispiel
Service-Übersicht 2026
Seitentitel: "Service-Übersicht 2026 — Agentur Musterwerk". Beschreibung: "Alle Leistungen auf einen Blick. Direkt anfragen." Klarer Treffer.
Gegenbeispiel
Alles leer gelassen
Seitentitel leer, Beschreibung leer. Die Suchmaschine zeigt einen Zufallssatz aus dem fuenften Absatz. Niemand klickt.
Wann NICHT
Eine Seite in der falschen Ebene finden weder Besucher noch Suchmaschinen.
Problem: Eine neue Seite, die in der falschen Ebene hängt, wird nicht gefunden — und Suchmaschinen erkennen keinen thematischen Bezug.
Die Seite braucht extra Werbung, weil sie sonst leer bleibt.
Hauptthema klären
Vor dem Anlegen klären: zu welchem Hauptthema passt die Seite? (Services, Produkte, Referenzen, Kontakt.)
Unterordnen
Die neue Seite eine Ebene unterhalb des passenden Hauptthemas anlegen.
Sammelseite suchen
Sichten, ob es schon eine Sammelseite gibt (z.B. "Service-Übersicht") — dort einhängen.
Abklären
Im Zweifel mit dem Projektmanager (Renana) abklären, ob die Seite eine eigene Ebene rechtfertigt.
Beispiel
Feature-Showcase 2026
"Feature-Showcase 2026" wird unter "Produkte → Neuheiten" eingehängt — gleichberechtigt mit "Produkt-Vergleich". Suchmaschinen erkennen die thematische Nähe.
Gegenbeispiel
Inselseite
"Feature-Showcase 2026" landet auf der gleichen Ebene wie die Startseite. Niemand findet sie über das Menü.
Wann NICHT
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